Blickpunkt Chengyang – ein traditionelles Dorf der Dong Minorität


Im Norden der Südwestprovinz Guangxi findet sich ein ganz besonderer Ort: Chengyang. Vielen bekannt von der berühmten „Wind- und Regenbrücke von Sanjiang“. Viele Touristen fahren von der nahegelegenen Stadt Sanjiang mit dem Bus nach Chengyang, um diese Brücke zu sehen. Ein sicherlich gut investierter Tag….
Doch Chengyang hat noch mehr zu bieten, als diese Brücke, die wahrlich eine Augenweide ist und die man aus allen möglichen Lagen und Perspektiven zu fotografieren nie müde zu werden scheint. Chengyang ist ein paar hundert Seelen-Dorf, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Es gehört zum autonomen Bezirk von Sanjiang, welche seinerseits Hauptstadt der Dong-Minderheit, einer von 55 Minoritäten Chinas ist. Es lohnt sich alleweil, eine oder gar zwei Nächte in Chengyang zu verbringen und sich Dorf und Gegend genauer anzuschauen.

Chenyang

Das Dorfzentrum Chengyangs

In diesem Dorf bietet sich einem ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Noch nahezu unberührt von der Vergangenheit, leben die Einheimischen hier wie vor hundert Jahren und mehr. In einer Abgeschiedenheit, die fast nur durch den Tagestourismus gestört wird, aber nur bis hin zur Brücke vor dem Dorfkern. Das Dorfzentrum ist ein staubiger, quadratisch angelegter Platz, an dessen einen Seite der Trommelturm steht, dem Begegnungszentrum für Jung und Alt. Hier trifft man sich für ein Würfelspiel oder einfach einen Tratsch über das neuste aus dem kleinen Ort.

Die Wind- und Regenbrücke von Sanjiang

Rund um das Dorf schlängelt sich ein gemütlich ein seichter Bach, seinerseits Hauptader des Dorfes. Hier spielen die Kinder am und im Wasser, hier wird gewaschen und geangelt. Angebaut werden hauptsächlich Reis und Mais. Ausserhalb des Dorfes kann man quer durch die Felder und weitere kleine – noch abgeschiedenere Dörfer – spazieren. Oft wird man etwas skeptisch beäugt. Touristen sieht man hier nicht alle Tage, schon gar nicht Weisse.

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Chengyang von oben

Die Dorfbewohner sehen dem wachsenden Touristenstrom skeptisch gegenüber. Die Regierung will in den Touristenort Chengyang investieren, doch die Einwohner haben (berechtigte) Angst, dass sich ihr Leben dadurch drastisch ändern wird. Sie sind mit ihrem einfachen, beschaulichen Leben zufrieden. Sie haben „ihren Frieden“.

Und hier findet auch jeder seinen Frieden, der in dieser Bilderbuchlandschaft für ein Weilchen ganz abschalten möchte.

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2 Gedanken zu “Blickpunkt Chengyang – ein traditionelles Dorf der Dong Minorität

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